Fit For Fair

Für menschenwürdige Arbeit in der Sportbekleidungsindustrie – Ein Projekt des Globalen Lernens

Gemeinsam mit vier weiteren europäischen Projektpartnern führt die CIR seit Januar 2013 dieses dreijährige Projekt des Globalen Lernens für Aktive in der Jugendarbeit, in Sportvereinen, Eine Welt Kreisen, Frauengruppen und Kirchengemeinden durch.
Fit For Fair steht für die Sensibilisierung und Mobilisierung von MultiplikatorInnen zur Stärkung von Sozialstandards in der globalen Exportindustrie am Beispiel Sportbekleidung.

Wir beschäftigen uns mit Fragen, wo wird die Kleidung hergestellt? Wer stellt sie her und vor allem wie sind die Arbeitsbedingungen (Arbeitszeiten, Entlohnung, Druck, Repression, Diskriminierung;). Was für Auswirkungen hat die globalisierte Sportbekleidungsproduktion auf Gesundheit, Familienleben und Lebensbedingungen derjenigen, die unser Sportzeug nähen.
Lernziel ist, den Zusammenhang zwischen den in Deutschland (Europa) verkauften Kleidungsstücken und den Lebensbedingungen der NäherInnen in den „Billigproduktionsländern“ zu verstehen. Mit diesem Projekt soll ein Problembewusstsein bezüglich der genannten Thematik entwickelt werden sowie der Sinn und die Chancen eigenen (entwicklungspolitischen) Engagements zur Problemlösung erkannt werden.

Seit Mitte der 90-er Jahre stehen als Sportartikelhersteller in Deutschland vor allem Adidas und Puma im Visier. Blickt man auf die Anfänge der Arbeit der Christlichen Initiative Romero und ihrem Engagement in der Kampagne für Saubere Kleidung zurück, wird schnell klar: Viel konnte seitdem erreicht werden. Beide Konzerne haben sich Verhaltenskodizes auferlegt, beide unterhalten inzwischen breit aufgestellte Nachhaltigkeitsabteilungen und sind einer Multi-Stakeholder-Initiative beigetreten.
Doch die Bemühungen der beiden Global Player sind bisher trotzdem nur eingeschränkt wirkungsvoll und daher immer noch ungenügend. Immer wieder zeigen aktuelle Recherchen und Berichte, wie Arbeitsrechte in den Produktionsländern im Süden systematisch verletzt werden.

  • Fair Play findet leider nur auf dem Papier und in der eigenen Werbung einen Platz – vor allem im Zuge globaler Sportereignisse wie Weltmeisterschaften und den Olympischen Spielen.
  • Existenzsichernde Löhne für die Millionen von ArbeiterInnen in den Zulieferfirmen scheinen noch immer in weiter Ferne.
  • Die konkrete Arbeits- und Lebenssituation dieser ArbeiterInnen ist noch immer stark verbesserungsbedürftig und von einem Leben in Würde weit entfernt.
  • Daran ändern auch Schönfärberei, soziale Vorzeigeprojekte und die Mitgliedschaft der beiden Unternehmen in der Multi-Stakeholder-Initiative „Fair Labor Association“ (FLA) nichts.

Die untragbaren Zustände verdeutlichen, wie wichtig es ist, dauerhaft am Ball zu bleiben. Unser Global Learning Projekt Fit For Fair zeigt: Wir bleiben dran!

Deutschland: Christliche Initiative Romero, Breul 23, 48147 Münster – http://www.ci-romero.de, cir@ci-romero.de

England: Labour Behind the Label, The Easton Business Centre, Felix Road Easton, Bristol BS5 0HE – http://www.labourbehindthelabel.org

Rumänien: AUR

Bulgarien: GERT

Slowakei: SCCD

Moldawien: Gender-Centru

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s